Case: Komplexe Präsentationssysteme bestellen (Parkett-Case 2/4)

Kommen wir zurück zu unserem Beispiel-Case mit den Präsentationsproblemen am Point of Sale des Produzenten für Parkette. Das Problem mangelhafter Präsentationsmittel am POS wurde erkannt. Nachdem entschieden wurde, künftig mit professionelleren und repräsentativeren Präsentationssystemen anstelle von losen Unterlagen und Produktmustern, den Kunden künftig ein besseres emotionales Erlebnis zu liefern, wurde gemeinsam mit einer Agentur an der konkreten Umsetzung gearbeitet.

Holzböden nicht real fühlbar, sondern nur digital zu präsentieren ist etwa vergleichbar

mit Parfüms, deren besonderen Duftnote ausschließlich durch digitalen Medien in Textform beschrieben würde, ohne sie selber erleben oder riechen zu können – sich von ihrem exotischen und anziehenden Zauber überwältigen zu lassen.“ So hat es eine professionelle Kreativagentur uns gegenüber in einem ähnlichen Fall vergleichend beschrieben, die es so immer wieder auch gegenüber ihren Kunden erklärt.

Bezeichnend, dass sich Agenturen immer häufiger konkret mit ihrer besonderen Expertise für haptisches Marketing und nicht digitale Medien bei ihren Kunden bewusst so vorstellen. Vor zehn Jahren hätte es diese Abgrenzung zu herkömmlichen Agenturen wegen der weniger häufig digitalen Spezialisierung gar nicht gebraucht. Daran wird deutlich, wie gewichtig analoges Marketing abseits der digitalen Möglichkeiten nach wie vor ist – im Umfeld von Digital-Blindness und der digitalen Flüchtigkeit sogar häufig wichtiger denn je.

Sind solche Präsentationssysteme
überhaupt bezahlbar?

„Maßanfertigung, Prototyping, möglicherweise sogar Einzelstücke, Veredelungen: Das hört sich alles ziemlich unbezahlbar an.“ Solche und ähnliche Bedenken sind professionelle Kreativagenturen ebenso wie wir aus der täglichen Praxis gewohnt. „Fast immer, wenn wir unsere Präsentationslösungen und Vorschläge präsentieren, verfliegen derartige Zweifel vollständig“, hören wir so oder ähnlich häufig seitens professioneller Agenturen vom Verlauf vieler Gespräche mit Auftraggebern. Eine Fragestellung, die so auch zu unserem Beispiel-Case „Parkett-Hersteller“ passt.

Andererseits wissen die Nachfrager hochwertiger POS-Präsentationen selber um die enormen Chancen einer professionellen, emotionalen POS-Darbietung gegenüber jeder anderen Werbeform, die je nach Investitionen pro Adressanten schnell erheblich mehr Geld kostet.

„Bei Präsentationen gilt:
Geht nicht, gibt es tatsächlich kaum“

„Täglich kontaktieren uns Agenturen im Auftrage ihrer Kunden oder Marketers produzierender Unternehmen direkt mit ihren raffinierten und häufig komplexen Ideen. Gelegentlich schwingen gleich gewisse Selbstzweifel wegen der Umsetzbarkeit oder realistischer Preise im Unterton mit“, erklärt Malte Linneweh, Leiter Marketing und Kommunikation der Achilles Gruppe. „Fast immer haben wir selbst solche Projekte real in die analoge Welt produziert, bei denen sogar wir zunächst unsicher waren, ob sie sich tatsächlich realisieren lassen. Geht nicht, gibt es tatsächlich kaum.“

So ergeben sich häufig Bedürfnisse nach neuen Präsentations-Möglichkeiten wie bei dem beispielhaft aufgeführten Parkett-Produzenten. Häufig sind es beauftragte Agenturen, die uns für die Lösung solcher Aufgaben einschalten. Meistens haben spezialisierte Agenturen bereits klare Vorstellungen von den Materialien und den wesentlichen Anforderungen ihrer Kunden. Manchmal liegen bereits digitale Daten vor, teils dreidimensional, die eine gute Vorstellung von solchen Vorhaben ermöglichen.

Kreative-Workflow-Gespräch

Im Umfeld von Discountdrucksachen sind die Gestaltungs- und Produktionsprozesse fast vollständig automatisiert. Expertise und Beratungen sind dann kaum erforderlich. Anders bei komplexen und funktionalen Werbemitteln wie Präsentationssystemen, wo persönliche Beratung mit viel Expertise ein fester Teil des Angebotes ist. Bildnachweis: Designed by Peoplecreations / Freepik

Wenn keine Agentur wie in diesem Beispiel eingeschaltet ist, genügen bereits wesentliche Aussagen, Vorstellungen und Ideen vom Kunden selber. Wir greifen auf praktische Erfahrungen mit Zehntausenden, teils hochkomplexen Projekten zurück und kennen Materialien, Möglichkeiten, Grenzen, Preise, Haltbarkeiten von Systemen und weitere wichtige praktische Fakten im Detail. Kunden profitieren durch optimierte und stets sehr individuelle Ausführungen und eine sehr persönliche, direkte Zusammenarbeit.

Von der Idee zum Einzel-Muster

Vom Grundsatz her sind die Anforderungen und Abläufe bei der Planung von Präsentationsystemen vergleichbar mit unserem Beispiel: Ein Kunde hat bestimmte Waren: Ein Baumaterial, ein Lebensmittel oder z. B. Stoffe. Diese Musterstücke können kaum einzeln beim Kunden auf den Tisch gelegt werden. Wesentliche Effekte einer strukturierten Präsentation, die vor allem auch an Emotionen des Käufers adressieren, blieben ungenutzt. Wie in unserem Fall-Case wird der Engpass bei der Präsentation analysiert und eine Lösung beschlossen.

Es braucht ein Gebinde, idealerweise mit Funktionen, CI-gerecht, stabil, tragbar und optimal zum Gesamtauftritt des Unternehmens passend. Die richtigen Musterstücke sollen präsentiert werden. Zudem soll alles professionell, aufgeräumt, funktional, kurz: Professionell wirken und optisch was herzeigen. Neben den Funktionen werden Präsentationssysteme häufig zudem noch veredelt, sei es mit einem Schutzlack, besonders häufig mit Folien, die vor Abnutzung und allzu schnellen Gebrauchsspuren schützen oder mit besonderen zusätzlichen Veredelungen wie einer komplexen Relieflackstruktur.

Denken wir nur an eine Lederwarenkollektion: Entweder ist das gesamte Präsentationssystem mit echtem Leder veredelt oder eben mit einem Lack, der wirkt und sich anfühlt, wie echtes Leder. In beiden Fällen bringt das einen enormen Effekt im entscheidenden Moment mit sich. 

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